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Kontaktlinsen bei Heuschnupfen: So kommen Sie gut durch die Pollensaison

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Ratgeber

Ratgeber Kontaktlinsen & Allergie

Der Mai ist für viele Menschen keine schöne Jahreszeit. Graspollen, Birke, Erle – wer auf diese Allergene reagiert, kämpft mit juckenden, tränenden Augen, Niesen und einem allgemeinen Gefühl der Erschöpfung. Für Kontaktlinsen-Träger kommt noch eine weitere Herausforderung hinzu: Die Linsen sitzen auf dem Auge und haben direkten Kontakt zu allem, was in der Luft liegt.

Das bedeutet nicht, dass Sie in der Pollensaison automatisch auf Kontaktlinsen verzichten müssen. Mit dem richtigen Linsentyp, einer angepassten Trageroutine und bei Bedarf der persönlichen Beratung durch unsere Meisteroptiker kommen viele Allergie-Betroffene auch in dieser Zeit gut zurecht.

Warum Kontaktlinsen und Pollenallergie sich gegenseitig verstärken

Um zu verstehen, warum Pollensaison für Kontaktlinsen-Träger eine besondere Situation ist, lohnt ein kurzer Blick auf die Mechanik dahinter.

Pollen haften an weichen Kontaktlinsen. Das Linsenmaterial, insbesondere weiche Hydrogel- und Silikon-Hydrogel-Linsen, wirkt wie eine leicht klebrige Oberfläche. Pollenpartikel, die im Auge landen, haften sich an der Linse fest. Statt dass der natürliche Lidschlag die Pollen abtransportiert, bleiben sie auf der Linse und liegen dauerhaft auf der Augenoberfläche auf.

Das allergische Geschehen wird lokaler und intensiver. Beim Nicht-Linsen-Träger verteilen sich Pollen über das gesamte Auge und werden bei jedem Lidschlag mit dem Tränenfilm weggespült. Beim Kontaktlinsen-Träger konzentriert sich die allergische Reaktion auf den Bereich unter und um die Linse. Das Ergebnis: stärkeres Jucken, mehr Rötung, ein schnelleres Fortschreiten der Symptome.

Der Tränenfilm verändert sich bei Allergie. Eine allergische Reaktion verändert die Zusammensetzung des Tränenfilms, er wird instabiler. Kontaktlinsen sind auf einen intakten Tränenfilm angewiesen, um komfortabel zu sitzen. Ein gestörter Tränenfilm bedeutet trockener wirkende Linsen, schnelleres Unbehagen und häufigeres Blinzeln.

Ablagerungen auf der Linse nehmen zu. Pollen, Proteine aus dem Tränenfilm und Schutzmoleküle aus der allergischen Reaktion lagern sich auf der Linsenoberfläche ab. Je länger dieselbe Linse getragen wird, desto mehr Ablagerungen sammeln sich. Das ist bei Monatslinsen ein größeres Problem als bei Tageslinsen.

All diese Faktoren zusammen erklären, warum viele Kontaktlinsen-Träger in der Pollensaison spürbar stärkere Beschwerden haben. Die Wahl des Linsentyps macht dabei einen konkreten Unterschied.

Tageslinsen oder Monatslinsen bei Pollenallergie?

Wenn Sie Kontaktlinsen tragen und unter Heuschnupfen leiden, ist das wohl die wichtigste Frage der Saison. Die Antwort ist eindeutig: Tageslinsen haben in der Pollensaison klare Vorteile.

Warum Tageslinsen bei Allergie besser geeignet sind

Keine Ablagerungen über Tage. Bei Tageslinsen beginnen Sie jeden Morgen mit einer frischen, sauberen Linse. Pollen, Proteine und allergische Botenstoffe, die sich über den Tag auf der Linse ansammeln, werden abends mit der Linse entsorgt. Am nächsten Morgen starten Sie mit einer linsenspezifischen Null.

Keine Aufbewahrungslösung notwendig. Monatslinsen werden täglich in Pflegemittel aufbewahrt. Auch die beste Kombilösung entfernt nicht alle Pollenablagerungen vollständig. Bei starker Pollenbelastung ist das ein nennenswerter Unterschied.

Flexibler Trageverzicht. An Tagen mit sehr hohem Pollenflug wechseln Sie einfach zur Brille, ohne dass eine angefangene Monatslinse dadurch Schaden nimmt. Am nächsten Tag setzen Sie eine frische Tageslinse ein, ohne Kompromisse bei der Hygiene.

Kürzere Tragezeit ist leichter umsetzbar. Wenn die Augen nachmittags gereizt sind, können Sie die Tageslinse früher herausnehmen und verlieren damit keine teure Monatslinse. Das senkt die Hemmschwelle, bei ersten Reizzeichen die Linsen abzunehmen.

Was gegen Monatslinsen bei Allergie spricht

Das bedeutet nicht, dass Monatslinsen in der Pollensaison generell ausgeschlossen sind. Wer gut verträgliche Monatslinsen trägt und bisher keine allergischen Beschwerden hatte, muss nicht automatisch wechseln. Wer jedoch in der Pollensaison zunehmend Beschwerden bemerkt, sollte den Wechsel zu Tageslinsen, zumindest saisonal, ernsthaft in Betracht ziehen.

Unsere Meisteroptiker beraten Sie dazu in einer persönlichen Beratung: welche Tageslinse zu Ihrer Sehstärke passt, ob ein Markenwechsel sinnvoll ist und wie Sie den Übergang am besten gestalten.

Unsere Tageslinsen-Empfehlungen

Konkrete Tipps für Kontaktlinsen-Träger in der Pollensaison

Unabhängig davon, ob Sie auf Tageslinsen wechseln oder Ihre Monatslinsen weiter tragen: Diese Maßnahmen helfen, die Beschwerden deutlich zu reduzieren.

Tragezeiten bewusst verkürzen

Versuchen Sie, die tägliche Tragezeit in der Pollensaison auf das Notwendige zu begrenzen. Wenn Sie wissen, dass abends ein langer Außeneinsatz kommt, tragen Sie die Linsen nicht schon morgens beim ruhigen Frühstück. Je kürzer die Gesamttragezeit pro Tag, desto weniger Pollen lagern sich ab, desto weniger Zeit hat die allergische Reaktion, sich aufzuschaukeln.

Als Orientierung, die viele Hersteller empfehlen: nicht länger als 8 bis 10 Stunden täglich – abhängig von Ihrer individuellen Verträglichkeit und den Angaben Ihrer Linse.

Die Brille als sinnvolle Alternative einplanen

Eine gut sitzende aktuelle Brille ist in der Pollensaison keine Niederlage, sondern eine kluge Strategie. Besonders an windigen Tagen, bei hohem Pollenflug-Index oder nach einem langen Außeneinsatz schonen Sie Ihre Augen erheblich, wenn Sie auf Kontaktlinsen verzichten. Planen Sie das vorausschauend ein, nicht erst wenn die Augen bereits gereizt sind.

Hände waschen vor jedem Linsenkontakt

In der Pollensaison gilt das noch dringlicher als sonst: Waschen Sie sich die Hände gründlich, bevor Sie Kontaktlinsen einsetzen oder herausnehmen. Pollen auf den Händen gelangen sonst direkt auf die Linse – und damit auf die ohnehin gereizte Augenoberfläche.

Befeuchtende Augentropfen für Kontaktlinsen verwenden

Spezielle Augentropfen, die für die Verwendung mit Kontaktlinsen zugelassen sind, können in der Pollensaison zwei Dinge leisten: Sie stabilisieren den Tränenfilm und spülen gleichzeitig Pollenpartikel von der Linse. Fragen Sie in unserer Filiale nach geeigneten Präparaten. Nicht jeder Augentropfen ist für Kontaktlinsen-Träger geeignet.

Wichtig: Augentropfen gegen allergische Beschwerden, zum Beispiel antihistaminerge Tropfen, sollten grundsätzlich erst nach dem Herausnehmen der Kontaktlinsen angewendet werden, da die Wirkstoffe die Linse aufnehmen können. Einige spezielle Formulierungen sind auch mit Linsen verträglich. Das steht auf der Packung oder wird Ihnen in der Beratung erklärt.

Linsen niemals mit gereizten Augen einsetzen

Wenn Ihre Augen morgens bereits stark jucken, tränen oder stark gerötet sind, ist das ein Zeichen, dass der Körper gerade aktiv auf Pollen reagiert. Das ist kein guter Zeitpunkt für Kontaktlinsen. Greifen Sie in solchen Momenten zur Brille und geben Sie den Augen Zeit, sich zu beruhigen. Das schützt vor einer Eskalation.

Sonnenbrille im Freien

Eine eng anliegende Sonnenbrille in Wrap-around-Form reduziert den direkten Pollenkontakt mit dem Auge erheblich, auch für Kontaktlinsen-Träger. Sie hält einen Teil der Pollen physisch ab. Keine medizinische Maßnahme, aber ein einfacher Schutz, der sich lohnt.

Linsen reinigen: nicht nur abends

Wer Monatslinsen trägt, sollte in der Pollensaison die Linsen auch tagsüber gelegentlich herausnehmen und mit frischer Kombilösung spülen, wenn möglich in einer sauberen Umgebung. Das reduziert die Ablagerungsbelastung auf der Linse spürbar. Für unterwegs eignet sich eine Einwegampulle mit physiologischer Kochsalzlösung.

Wann Sie auf jeden Fall zur Fachberatung kommen sollten

Manche Situationen gehen über das hinaus, was Sie selbst regulieren können. Suchen Sie unsere Meisteroptiker auf, wenn:

  • Ihre Augen trotz aller Maßnahmen dauerhaft gerötet, gereizt oder schmerzhaft bleiben
  • Sie das Gefühl haben, die Linsen verursachen mehr Beschwerden als früher
  • Sie auf Tageslinsen umsteigen möchten, aber unsicher sind, welche für Ihre Sehstärke und Ihren Augenbau geeignet sind
  • Ihre aktuelle Linsenanpassung länger als zwei Jahre zurückliegt: Eine Neuanpassung lohnt sich in solchen Fällen generell
  • Sie das erste Mal Kontaktlinsen ausprobieren und gleichzeitig Heuschnupfen haben

Die persönliche Beratung in einer unserer fünf Filialen ist kostenlos. Unsere Meisteroptiker sehen auf den ersten Blick, ob die Linse noch korrekt sitzt, ob das Auge allergisch reagiert und welche Alternative für Sie sinnvoll ist. Qualität und Service, die über das Eintippen einer Dioptrien-Zahl in einen Online-Shop hinausgehen – und das bestätigt auch der Deutsche Allergie- und Asthmabund: regelmäßige Fachkontrollen sind bei Allergie-bedingten Augenbeschwerden ausdrücklich empfohlen.

Häufige Fragen: Kontaktlinsen bei Heuschnupfen

Grundsätzlich ja. Heuschnupfen ist kein Ausschlussgrund für das Tragen von Kontaktlinsen. Viele Allergie-Betroffene tragen Kontaktlinsen auch in der Pollensaison, wenn sie einige Regeln beachten. Der richtige Linsentyp (vorzugsweise Tageslinsen), verkürzte Tragezeiten und konsequente Hygiene machen dabei den Unterschied. Bei starken allergischen Symptomen oder dauerhafter Augenreizung sollten Sie auf die Brille wechseln und sich von Ihrem Meisteroptiker beraten lassen.

Tageslinsen sind in der Pollensaison klar im Vorteil. Sie werden täglich neu eingesetzt, sodass sich keine Pollenablagerungen über mehrere Tage ansammeln können. Monatslinsen nehmen über die Tragezeit Ablagerungen auf, die auch mit Pflegemittel nicht vollständig entfernt werden. Wer unter Pollenallergie leidet und Monatslinsen trägt, sollte einen saisonalen Wechsel zu Tageslinsen in Betracht ziehen. Unsere Meisteroptiker beraten Sie zur passenden Option für Ihre Sehstärke und Ihren Augenbau.

Befeuchtende Augentropfen, die ausdrücklich für die Verwendung mit Kontaktlinsen zugelassen sind, können sofortige Erleichterung bringen: Sie stabilisieren den Tränenfilm und spülen gleichzeitig Pollenpartikel ab. Weitere Maßnahmen: kürzere Tragezeiten, häufigeres Spülen der Linsen und das bewusste Wechseln zur Brille an stark belasteten Tagen.

Nein, ein vollständiger Verzicht ist in den meisten Fällen nicht notwendig. Es kommt auf Ihre persönliche Reaktionsstärke an. Wer nur leichte Allergiesymptome hat, kann mit Tageslinsen und etwas angepasster Routine oft reibungslos durch die Saison kommen. Eine persönliche Beratung in einer unserer Filialen hilft Ihnen, die richtige Strategie für Ihre Situation zu finden.

Kontaktlinsen verursachen keine Allergie und verschlimmern die allergische Grundreaktion nicht. Was sie tun: Sie sorgen dafür, dass Pollen länger in engem Kontakt mit der Augenoberfläche bleiben, weil die Linse sie festhält. Das kann die lokalen Augensymptome der Allergie verstärken. Wenn Sie das Gefühl haben, mit Kontaktlinsen systematisch stärkere Symptome zu haben als ohne, ist das ein klares Signal für eine Beratung beim Meisteroptiker.

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Kontaktlinsen und Pollenallergie schließen sich nicht gegenseitig aus. Besuchen Sie uns in einer unserer fünf Filialen in Zörbig, Leipzig, Ditzingen, Gerlingen oder Rosenheim – oder schreiben Sie uns über das Kontaktformular.

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