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Komfortgläser bei migränebedingter Lichtempfindlichkeit: Beratung und Produkte

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Komfortgläser bei migränebedingter Lichtempfindlichkeit

Licht, das anderen Menschen kaum auffällt, kann für Migräne-Betroffene eine erhebliche Belastung sein. Für einen Teil der Betroffenen können spezielle Komfortgläser, insbesondere die acunis-Linie von Eschenbach, dazu beitragen, das Blendempfinden im Alltag zu reduzieren.

Dieser Ratgeber erklärt, wie diese Gläser funktionieren, welcher Tönungsgrad für welche Situation geeignet ist, und welche Varianten es gibt. Unsere Meisteroptiker beraten Sie in allen fünf Marle-Filialen persönlich.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Photophobie bei Migräne: etwa 80 % der Betroffenen berichten von Lichtempfindlichkeit während eines Anfalls.
  • acunis-Gläser filtern gezielt den 484-nm-Bereich (blaugrünes Lichtspektrum) statt das Licht pauschal zu dämpfen.
  • Drei Tönungsgrade: 25 % für Innenräume, 50 % universell, 75 % für starke Photophobie im Freien.
  • Kein Dauertragen empfohlen: Fachkreise empfehlen gezielten Einsatz in beschwerdeauslösenden Situationen.

Was ist Photophobie – und warum reagieren Migräne-Betroffene so empfindlich auf Licht?

Photophobie ist keine Augenkrankheit im engeren Sinne, sondern eine veränderte Verarbeitung von Lichtreizen im Gehirn. Bei Migräne-Patienten sind bestimmte Nervenzellen dauerhaft sensibler als bei Menschen ohne diese Erkrankung, auch außerhalb eines Anfalls.

Eine besondere Rolle spielen dabei die intrinsisch photosensitiven Ganglienzellen der Netzhaut (ipRGC). Diese Zellen sind für die Weiterleitung von Lichtinformationen an das Gehirn zuständig und reagieren besonders stark auf einen bestimmten Wellenlängenbereich: das blaugrüne Spektrum um 484 Nanometer. Genau dieses Spektrum empfinden viele Migräne-Betroffene als intensiv unangenehm; es kann Schmerzen verstärken, die Augen reizen und Symptome wie Tränen oder das Zusammenkneifen der Augen auslösen.

Herkömmliche Sonnenbrillengläser dämpfen zwar die Lichtmenge insgesamt, filtern aber nicht gezielt diesen kritischen Bereich. Das Ergebnis: Bei dunklem Sonnenschutz sehen die Augen weniger Licht, passen sich daran an und werden beim Abnehmen der Brille erneut geblendet.

Wie wirken acunis Komfortgläser bei Lichtempfindlichkeit?

acunis-Gläser von Eschenbach wurden speziell für Menschen entwickelt, die unter migränebedingter Photophobie leiden. Der Ansatz ist ein anderer als bei Sonnenbrillen: Anstatt die Gesamthelligkeit pauschal zu reduzieren, filtern acunis-Gläser gezielt den Wellenlängenbereich um 484 nm, also genau das blaugrüne Spektrum, das für die Reizübertragung bei Photophobie besonders relevant ist.

Der praktische Unterschied: Weil das Licht nicht gleichmäßig gedämpft, sondern selektiv gefiltert wird, passen sich die Augen weniger stark an eine dunkle Umgebung an. Das macht das Abnehmen der Brille angenehmer – ein Problem, das viele Betroffene von herkömmlichen dunklen Sonnenschutzgläsern kennen.

Alle acunis-Gläser haben UV-Schutz und sind nach DIN EN ISO 12312-1 zertifiziert, das heißt sie sind für die Nutzung im Straßenverkehr zugelassen. Die typische roséfarbene Tönung ist sowohl innen als auch außen tragbar.

Weitere Informationen zur Produktentwicklung stellt Eschenbach Optik direkt bereit.

Welcher Tönungsgrad ist der richtige? Eine Entscheidungshilfe

acunis-Komfortgläser sind in drei Tönungsgraden erhältlich: 25 %, 50 % und 75 %. Die Wahl hängt davon ab, wo und wann Sie die Gläser hauptsächlich tragen möchten, und wie stark Ihre Lichtempfindlichkeit ausgeprägt ist.

acunis 25 % – für Innenräume und gemischten Einsatz

Der leichteste Tönungsgrad ist die richtige Wahl, wenn Sie vorwiegend in Innenräumen unter Kunstlicht oder Bildschirmlicht leiden. Büros, Supermärkte, Krankenhäuser: Umgebungen mit Neonröhren oder LED-Deckenleuchten sind typische Einsatzorte.

Produkte: acunis Panto-Brille 25 % | acunis Clip-On 25 %

acunis 50 % – für den Übergang zwischen innen und außen

50 % ist der vielseitigste Tönungsgrad und für viele Betroffene der erste Einstieg. Er eignet sich für helle Innenräume, bedeckten Himmel und für Übergangssituationen wie Fahren bei grauem Wetter.

Produkt: acunis Metall-Brille 50 %

acunis 75 % – für starke Lichtempfindlichkeit im Freien

Der stärkste Grad ist für Menschen gedacht, die auch bei hellem Tageslicht, Sonne oder intensiver Blendung erhebliche Beschwerden haben. Dieser Grad ist auf helle Außenbereiche ausgelegt.

Produkt: acunis Metall-Brille 75 %

Welche Variante passt zu Ihnen?

acunis-Komfortgläser sind in verschiedenen Ausführungen erhältlich. Die Wahl der Variante hängt davon ab, ob Sie bereits eine Korrektionsbrille tragen, ob Sie Flexibilität bevorzugen, und wie oft Sie die Gläser einsetzen möchten.

Clip-On – für Brillenträger mit Korrektionsgläsern: Der Clip-On wird auf die vorhandene Korrektionsbrille aufgesteckt. Er ist die praktischste und flexibelste Lösung: Sie setzen ihn auf, wenn Sie ihn brauchen, und nehmen ihn wieder ab, wenn nicht.
acunis Clip-On 25 %

Fertigbrille (Panto-Brille, Metall-Brille) – als eigenständige Sehhilfe: Geeignet für Betroffene ohne Korrektionsbedarf oder als ergänzende Brille neben der Korrektionsbrille.

asensys Kantenfiltervorhänger – für ausgeprägte Blendung: Kantenfilter blockieren gezielt bestimmte Wellenlängenbereiche vollständig. Eschenbach bietet zwei Varianten:
asensys 450 Clip-On – gelbliches Filterspektrum, besonders bei Kunstlicht
asensys 550P Clip-On – orangefarbenes Filterspektrum, stärker dämpfend

Wissenschaftliche Einordnung: Was acunis kann – und was nicht

Die Forschung zu Filtergläsern bei Migräne und Photophobie ist in den letzten Jahren intensiver geworden. Erste Studien zeigen, dass der gezielte Ausschluss des 484-nm-Spektrums bei einem Teil der Betroffenen das Blendempfinden verringern kann. Gleichzeitig ist die Studienlage noch nicht abschließend: Nicht alle Betroffenen profitieren gleich stark, und die individuelle Reaktion auf Filtergläser variiert.

Was die Forschung bislang zeigt, fasst die MigräneLiga e.V. Deutschland auf ihrer Website zusammen: Migränebrillen mit Filterwirkung können für einen Teil der Patienten die Lebensqualität verbessern; sie ersetzen aber keine medizinische Behandlung und sind kein Mittel zur Anfallsprophylaxe.

Wichtiger Hinweis zur Tragegewohnheit: Wer Komfortgläser dauerhaft und auch in normal hellen Umgebungen trägt, riskiert einen Gewöhnungseffekt. Fachkreise empfehlen, acunis-Gläser gezielt in Situationen einzusetzen, in denen Photophobie-Beschwerden auftreten.

Medizinischer Hinweis: Komfortgläser ersetzen keine ärztliche Behandlung. Bei anhaltender oder sich verstärkender Lichtempfindlichkeit wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Neurologen.

Abgrenzung: Komfortgläser für Migräne – oder Blaulichtfilter für den Bildschirm?

Beide Gläsertypen werden häufig in einem Atemzug genannt, haben aber unterschiedliche Aufgaben.

Blaulichtfilter-Brillen sind für die Nutzung am Bildschirm konzipiert. Sie filtern das kurzwellige blaue Licht aus dem digitalen Display-Spektrum (380–500 nm), das den Schlafrhythmus beeinflussen und bei langer Bildschirmarbeit zu Augenerermüdung führen kann.

acunis Komfortgläser hingegen wurden gezielt für migränebedingte Photophobie entwickelt. Sie filtern den 484-nm-Bereich des Umgebungslichts, also das blaugrüne Tageslicht, Kunstlicht und Sonnenlicht, nicht in erster Linie das Bildschirmlicht.

Wenn Sie hauptsächlich bei Bildschirmarbeit Augenprobleme haben, aber keine Migräne-Diagnose und keine ausgeprägte Photophobie im Alltag: Dann ist ein Blaulichtfilter die richtige Wahl. Wenn Lichtempfindlichkeit Teil Ihrer Migräne-Symptomatik ist: Dann sind acunis-Komfortgläser der passendere Ansatz.

Persönliche Beratung durch Meisteroptiker bei Marle

Die Wahl des richtigen Tönungsgrads und der richtigen Variante ist individuell. Was bei einer Person mit leichter episodischer Lichtempfindlichkeit gut funktioniert, muss bei jemand anderem mit chronischer Photophobie nicht die erste Wahl sein.

In allen fünf Marle-Filialen stehen Meisteroptiker für eine persönliche Beratung zur Verfügung. Sie können acunis-Gläser vor Ort anprobieren, die Unterschiede zwischen den Tönungsgraden direkt vergleichen und in Ihrer gewohnten Umgebung beurteilen, was sich besser anfühlt.

  • Marle Optik & Akustik Zörbig (Sachsen-Anhalt)
  • guggsdugud Augenoptik Leipzig (Sachsen) – Mitglied der Marle-Gruppe
  • Marle Augenoptik Ditzingen (Baden-Württemberg)
  • Marle Augenoptik Gerlingen (Baden-Württemberg)
  • Buchecker Optik Rosenheim (Bayern) – Mitglied der Marle-Gruppe

Vereinbaren Sie einen Beratungstermin in Ihrer Marle-Filiale – wir nehmen uns Zeit für Ihre Fragen zu Komfortgläsern und Lichtempfindlichkeit.

Häufige Fragen zu Komfortgläsern bei Migräne

Eine Sonnenbrille reduziert die Gesamthelligkeit, indem sie einen bestimmten Prozentsatz des gesamten Lichts absorbiert. acunis-Komfortgläser filtern dagegen gezielt den Wellenlängenbereich um 484 nm, das blaugrüne Lichtspektrum, das bei Photophobie als besonders unangenehm empfunden wird. Der Vorteil: Die Augen passen sich weniger stark an eine abgedunkelte Umgebung an und werden beim Abnehmen der Brille weniger geblendet als bei herkömmlichem Sonnenschutz.

In den meisten Fällen werden acunis-Komfortgläser nicht von der gesetzlichen Krankenversicherung erstattet, da sie als Hilfsmittel zur Symptomlinderung eingestuft werden, nicht als medizinische Therapie im engeren Sinne. Einzelfälle können abweichen, etwa wenn eine entsprechende Diagnose und ein ärztliches Attest vorliegen. Fragen Sie direkt bei Ihrer Krankenkasse nach, ob eine individuelle Kostenübernahme möglich ist. Sprechen Sie dazu auch unsere Meisteroptiker in Ihrer Filiale an.

Blaulichtfilter-Brillen schützen vor dem kurzwelligen Licht digitaler Bildschirme und richten sich an Menschen mit Beschwerden bei Bildschirmarbeit. acunis-Komfortgläser filtern gezielt den 484-nm-Bereich des Umgebungslichts und wurden für migränebedingte Photophobie entwickelt. Beide haben unterschiedliche Einsatzgebiete: Blaulichtfilter für Bildschirmarbeit, acunis für Lichtempfindlichkeit im Alltag bei Migräne. Welcher Glastyp für Sie sinnvoller ist, klären unsere Meisteroptiker in einem persönlichen Beratungsgespräch.

Das hängt von Ihrer Lichtempfindlichkeit und Ihrem Haupteinsatzgebiet ab. 25 % eignet sich für Innenräume und gemischten Alltagseinsatz. 50 % ist der vielseitigste Grad für helle Innenräume und bedecktes Außenlicht. 75 % ist für ausgeprägte Photophobie im Freien und bei direktem Sonnenlicht geeignet. Da die individuelle Reaktion auf Komfortgläser sehr unterschiedlich ist, empfiehlt sich ein Beratungstermin in Ihrer Filiale; dort können Sie alle drei Varianten anprobieren und vergleichen.

Fachkreise raten davon ab, Komfortgläser dauerhaft in allen Lichtsituationen zu tragen. Wer die Brille auch in normal hellen Umgebungen ohne Beschwerden trägt, riskiert, dass sich die Augen an das reduzierte Licht gewöhnen und dann empfindlicher auf normales Licht reagieren, wenn die Brille abgesetzt wird (Dekonditionierungseffekt). Setzen Sie acunis-Gläser gezielt in Situationen ein, in denen Beschwerden auftreten, nicht als permanenten Rundumschutz.

Die acunis-Fertigbrillen sind ohne individuelle Korrektionsstärke erhältlich. Ob acunis-Filtergläser in Ihre persönliche Korrektionsbrille eingearbeitet werden können, hängt von der Fassungswahl und dem Glaslieferanten ab. Bringen Sie diese Frage direkt in Ihre Marle-Filiale mit; unsere Meisteroptiker prüfen die Machbarkeit für Ihre individuelle Situation.

Komfortgläser ersetzen keine ärztliche Behandlung. Dieser Ratgeber dient der allgemeinen Information und ersetzt kein Beratungsgespräch mit einem Arzt oder Neurologen. Bei anhaltender oder sich verstärkender Lichtempfindlichkeit wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt.

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