Tag der Sonnenbrille am 27. Juni: Mehr als nur ein Accessoire
Aktionstag · 27. Juni
Tag der Sonnenbrille am 27. Juni: Mehr als nur ein Accessoire
Am 27. Juni begehen wir den Tag der Sonnenbrille. Ein inoffizieller Aktionstag, der seinen Ursprung in den USA hat und sich in den vergangenen Jahren auch in Europa etabliert hat. Was wie ein Marketingdatum klingt, hat einen ernsten medizinischen Hintergrund: Sonnenstrahlung schadet dem Auge genauso wie der Haut, nur ohne Sonnenbrand als Warnsignal. Wir nehmen den Tag zum Anlass, einen Blick auf das zu werfen, was wirklich zählt: Schutz, Qualität und die richtige Auswahl.
In diesem Ratgeber erfahren Sie, woher der Aktionstag kommt, welche Schäden UV-Strahlung am Auge anrichten kann, was UV400 und CE-Kennzeichnung tatsächlich bedeuten und warum Kinder und Senioren besonderen Schutz brauchen. Außerdem zeigen wir, wie sich eine Sehkorrektur mit Sonnenschutz kombinieren lässt. Für Brillenträger ist das oft die entscheidende Frage.
Auf einen Blick
- UV400 + CE-Kennzeichnung sind die beiden Mindestanforderungen beim Sonnenbrillenkauf. Eine dunkle Tönung allein ist kein UV-Schutz.
- UV-Belastung des Auges erhöht das Risiko für Katarakt (Grauer Star) und altersbedingte Makuladegeneration.
- Kinderlinsen sind klarer als bei Erwachsenen – ein erheblicher Teil der lebenslangen UV-Belastung der Netzhaut findet vor dem 18. Lebensjahr statt.
- Brillenträger haben drei Lösungswege: Sonnenkorrektur, photochrome Gläser oder Clip-On.
- Vor dem 27. Juni in eine unserer fünf Filialen kommen – wir prüfen auch bestehende Sonnenbrillen kostenlos auf den UV-Schutz.
Woher kommt der Tag der Sonnenbrille?
Der 27. Juni hat sich seit den 2010er Jahren als National Sunglasses Day in den USA etabliert. Initiiert wurde der Aktionstag von der amerikanischen Vision Council, einem Verband der Augenoptik-Branche. Ziel war und ist es, die breite Öffentlichkeit für die Bedeutung von UV-Schutz am Auge zu sensibilisieren, analog zum Sonnenschutz für die Haut.
Der Termin Ende Juni ist bewusst gewählt: Die Sonne steht in den nördlichen Breitengraden am höchsten, die UV-Belastung erreicht ihren Jahres-Spitzenwert, und die Urlaubssaison steht vor der Tür. In Deutschland und im übrigen Europa hat sich der Tag in den vergangenen Jahren zunehmend verbreitet, getragen von Optikern, Augenärzten und Verbraucherschutzorganisationen.
Wir sehen den Aktionstag pragmatisch: Er bietet einen Anlass, sich einmal im Jahr bewusst mit dem eigenen Sonnenschutz für die Augen zu beschäftigen. Eine gute Gelegenheit, die alte Sonnenbrille zu prüfen, Kratzer und verkratzte Beschichtungen zu erkennen und gegebenenfalls über eine neue Fassung nachzudenken.
Was UV-Strahlung wirklich am Auge anrichtet
Die Sonne sendet drei Arten ultravioletter Strahlung aus: UV-A, UV-B und UV-C. UV-C wird vollständig in der Atmosphäre gefiltert und erreicht die Erdoberfläche nicht. UV-A und UV-B dagegen treffen ungehindert auf Haut und Augen. Beide Spektren sind für das menschliche Sehvermögen unsichtbar, und genau das macht sie tückisch. Der Schaden entsteht ohne Vorwarnung.
UV-B-Strahlung ist kurzwelliger und energiereicher. Sie wird größtenteils in der Hornhaut absorbiert und kann bei intensiver Belastung zu einer Hornhautentzündung führen, die als „Verblitzung“ bekannt ist. Wer an einem hellen Skitag ohne ausreichenden Sonnenschutz unterwegs war, kennt das Phänomen: stechende Schmerzen, Lichtempfindlichkeit und Tränenfluss am Abend. Die akute Reizung heilt in der Regel von selbst ab, hinterlässt aber bei wiederholter Belastung kleinste Hornhautschäden.
UV-A-Strahlung ist langwelliger und dringt tiefer ins Auge ein. Sie erreicht die Linse und in geringen Mengen sogar die Netzhaut. Die Schäden sind nicht akut sichtbar, sondern summieren sich über Jahre. Zwei langfristige Folgen sind in der augenärztlichen Forschung gut belegt:
- Katarakt (Grauer Star). Die Augenlinse trübt sich, das Sehvermögen lässt nach, Farben verblassen. UV-Strahlung gilt als ein bedeutender Risikofaktor neben Alter, Diabetes und Rauchen. Eine Operation kann den Grauen Star heute zwar zuverlässig behandeln, doch Vorbeugung ist die bessere Wahl.
- Altersbedingte Makuladegeneration (AMD). Die Stelle des schärfsten Sehens auf der Netzhaut wird geschädigt, das zentrale Sehfeld nimmt ab. AMD ist die häufigste Ursache für schwere Sehbehinderung im Alter. Auch hier zählt UV-Belastung als einer der Risikofaktoren.
Die Augenheilkunde geht davon aus, dass ein Großteil der lebenslangen UV-Belastung des Auges bereits vor dem 18. Lebensjahr stattfindet – der Berufsverband der Augenärzte Deutschlands thematisiert die Sonnenschutz-Bedeutung im Kindesalter regelmäßig. Das hat eine wichtige Konsequenz: UV-Schutz ist keine Frage des Alters oder Lebensstils. Er fängt im Kindesalter an.
CE-Kennzeichnung und UV400: Was steckt dahinter?
Wenn Sie eine Sonnenbrille kaufen, finden Sie auf dem Bügel oder dem Etikett zwei wichtige Angaben: das CE-Zeichen und die UV-Schutzklasse. Was bedeuten diese Begriffe konkret?
Die CE-Kennzeichnung
Das CE-Zeichen ist ein gesetzlich vorgeschriebenes Konformitätskennzeichen für Produkte, die innerhalb der Europäischen Union verkauft werden. Bei Sonnenbrillen bestätigt der Hersteller damit, dass die Brille die Anforderungen der einschlägigen EU-Norm erfüllt. Geprüft werden unter anderem:
- die mechanische Stabilität der Fassung und der Gläser
- die optische Qualität (keine Verzerrungen, gleichmäßige Tönung)
- der UV-Schutz der Gläser
- die korrekte Filterkategorie-Kennzeichnung
Wichtig: Das CE-Zeichen ist eine Selbstdeklaration des Herstellers. Es wird nicht von einer unabhängigen Stelle vergeben, sondern bestätigt, dass das Produkt die Norm erfüllt. Bei seriösen Herstellern und Fachhändlern können Sie sich darauf verlassen. Bei sehr preiswerten Modellen aus dubiosen Quellen sind die Angaben jedoch nicht immer belastbar.
UV400 – der Standard, auf den es ankommt
Die Bezeichnung UV400 bedeutet, dass die Gläser sämtliche UV-Strahlung bis zu einer Wellenlänge von 400 Nanometern blockieren. Damit ist das vollständige Spektrum von UV-A und UV-B abgedeckt. Eine Sonnenbrille mit UV400-Kennzeichnung schützt das Auge also vor beiden Strahlungsanteilen.
Achtung: Eine dunkle Tönung allein bedeutet keinen UV-Schutz. Im Gegenteil: Eine dunkel getönte Brille ohne UV-Filter lässt die Pupille größer werden und erhöht damit sogar die UV-Belastung der Netzhaut. Das ist ein häufiges Missverständnis. Helle Gläser mit UV400-Schutz sind besser als dunkle Gläser ohne UV-Filter.
Beim Bundesamt für Strahlenschutz wird ausdrücklich empfohlen, beim Kauf einer Sonnenbrille auf die UV400-Kennzeichnung zu achten. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kauft beim Optiker. Dort können Sie die Sonnenbrille auf einem speziellen Messgerät prüfen lassen. Bei uns ist das Teil der Beratung in jeder unserer fünf Filialen, bei der unsere Meisteroptiker auch die Qualität der Fassung mit einbeziehen.
Filterkategorien – was die Zahl auf dem Bügel bedeutet
Auf der Bügelinnenseite oder dem Etikett finden Sie zusätzlich eine Filterkategorie von 0 bis 4. Diese gibt an, wie stark die Tönung das sichtbare Licht reduziert:
- Kategorie 0: sehr helle Tönung, primär für Innenräume und bedeckten Himmel geeignet
- Kategorie 1: leichte Tönung, gut für bewölkte Tage und die Stadt
- Kategorie 2: mittlere Tönung, der universelle Allrounder für sonnige Tage
- Kategorie 3: dunkle Tönung, ideal für hohe Sonneneinstrahlung am Strand oder im Sommer
- Kategorie 4: sehr dunkle Tönung, ausschließlich für Hochgebirge oder Gletscher; nicht zum Autofahren geeignet
Filterkategorie und UV-Schutz sind zwei voneinander unabhängige Eigenschaften. Eine Brille der Kategorie 1 kann genauso UV400-zertifiziert sein wie eine der Kategorie 3.
Sonnenbrille als Sehhilfe: drei Wege für Brillenträger
Viele unserer Kunden tragen eine Korrektur und stehen jedes Frühjahr vor derselben Frage: Wie kombiniere ich Sehhilfe und Sonnenschutz, ohne ständig zwei Brillen mit mir zu führen? Es gibt drei bewährte Lösungen, die jeweils Vor- und Nachteile haben.
Sonnenkorrektur: die Sonnenbrille mit Sehstärke
Bei einer Sonnenkorrektur werden die Sonnengläser direkt mit Ihrer Sehstärke geschliffen. Sie tragen dann eine zweite Brille, die Sie nur in der Sonne verwenden, mit voller Korrektur und vollem UV-Schutz. Vorteile: scharfe Sicht in der Sonne, zertifizierter Schutz, einsetzbar wie eine reguläre Sonnenbrille. Nachteil: Sie haben zwei Brillen, die Sie regelmäßig tauschen.
Eine Sonnenkorrektur lohnt sich besonders für Menschen, die viel im Freien sind, Auto fahren oder sportlich aktiv sind. Wir beraten Sie gerne, welche Tönung und Filterkategorie zu Ihrer Lebenssituation passt.
Photochrome Gläser: die Brille, die mitdunkelt
Photochrome Gläser, manchmal auch als selbsttönende Gläser bekannt, verändern ihre Tönung in Abhängigkeit von der UV-Belastung. Drinnen und in der Dämmerung sind sie klar wie eine normale Korrektionsbrille, im Freien dunkeln sie automatisch nach. Der UV-Schutz ist dabei stets vorhanden, unabhängig vom Tönungsgrad.
Vorteile: nur eine Brille für alle Lichtsituationen, keine umständlichen Wechsel. Nachteile: Im Auto dunkeln viele klassische photochromen Gläser nicht ab, weil die Frontscheibe UV-Strahlung filtert. Spezielle Varianten reagieren dagegen auch auf sichtbares Licht und funktionieren im Auto. Wir zeigen Ihnen vor Ort, welche Variante für Ihren Alltag passt.
Clip-On: der Sonnenschutz zum Aufstecken
Ein Clip-On ist ein magnetischer oder mechanischer Aufsatz mit getönten Gläsern, der über eine reguläre Korrektionsbrille gesteckt wird. Vorteile: preislich attraktive Lösung, eine Fassung reicht. Nachteile: optisch nicht immer befriedigend, der Clip kann verloren gehen, der UV-Schutz ist nur bei zertifizierten Aufsätzen gewährleistet.
Achten Sie beim Kauf eines Clip-On unbedingt auf die UV400-Kennzeichnung. Modelle aus unbekannten Quellen im Internet erfüllen diese Anforderung nicht immer.
Unsere Sonnenbrillen-Auswahl
Wir führen in unseren Filialen und im Online-Shop eine umfangreiche Auswahl an Sonnenbrillen verschiedener Marken und Preisklassen. Alle Modelle sind UV400-zertifiziert, mit CE-Kennzeichnung versehen und werden direkt von autorisierten Herstellern bezogen. Stöbern Sie durch das Sortiment:
Kinder und Senioren: zwei Gruppen mit besonderem Schutzbedarf
Nicht alle Augen sind gleich empfindlich. Zwei Personengruppen brauchen besondere Aufmerksamkeit beim Sonnenschutz.
Kinderaugen – die Linse ist noch klar
Die Augenlinse eines Kindes ist deutlich klarer als die eines Erwachsenen. Das hat eine entscheidende Konsequenz: Mehr UV-Strahlung erreicht die Netzhaut. Während die Linse eines 60-Jährigen einen Großteil der UV-Strahlung von Natur aus abfängt, lässt die kindliche Linse beinahe das gesamte Spektrum durch. Augenmediziner schätzen, dass Kinder bis zum 18. Lebensjahr einen erheblichen Teil ihrer lebenslangen UV-Belastung der Netzhaut bereits abbekommen haben.
Was bedeutet das praktisch?
- Sonnenbrille ab dem ersten Sommer im Freien. Babybrillen mit weichem Band, später ergonomische Kinderbrillen mit kleiner Fassung und stabiler Auflage.
- Immer mit UV400-Kennzeichnung. Spielzeugbrillen ohne UV-Filter sind nicht akzeptabel, auch wenn sie bunt und verspielt daherkommen.
- Filterkategorie 2 oder 3 für den normalen Sommer, Kategorie 4 nur am Berg oder am Wasser.
In unseren Filialen führen wir Kinderbrillen verschiedener Größen, einschließlich bruchsicherer Fassungen für aktive Kinder. Beraten werden Sie von unseren Meisteroptikern, die Erfahrung mit der besonderen Anatomie von Kindergesichtern haben.
Senioren – Schutz vor altersbedingten Erkrankungen
Mit zunehmendem Alter wird das Auge empfindlicher gegenüber Blendung, Kontrastverlust und Lichtreflexen. Gleichzeitig steigt das Risiko für Katarakt und Makuladegeneration. Eine gut gewählte Sonnenbrille kann beide Probleme adressieren:
- UV400-Schutz verlangsamt nachweislich die Entwicklung der Linsentrübung und reduziert das AMD-Risiko.
- Polarisierte Gläser reduzieren die Blendung durch Reflexionen auf nasser Straße, Fahrzeugkarosserien oder Wasseroberflächen. Gerade beim Autofahren ein echter Sicherheitsgewinn.
- Eine leichte Fassung mit angenehmer Auflage erhöht den Tragekomfort. Druckstellen am Nasenrücken oder hinter dem Ohr werden mit dem Alter unangenehmer.
Wer eine Lesebrille trägt, sollte die Sonnenbrille separat beschaffen oder über eine Gleitsicht-Sonnenbrille nachdenken. Wir beraten Sie gerne zu beiden Optionen.
Pflege und Lebensdauer: damit der Schutz erhalten bleibt
Eine Sonnenbrille ist nur dann ein zuverlässiger Schutz, wenn die Gläser intakt sind. Tiefe Kratzer im Glas können den UV-Schutz nicht direkt mindern, sie führen aber zu optischen Verzerrungen und Blendung. Aus unserer Werkstatt-Erfahrung haben sich drei Routinen bewährt:
- Regelmäßige Reinigung mit einem Mikrofasertuch und mildem Brillenputzmittel. Trockenwischen mit dem T-Shirt-Saum verkratzt die Beschichtung.
- Aufbewahrung im Etui, wenn die Brille nicht getragen wird. Das schützt vor Staub, Stößen und Stürzen.
- Jährlicher Check beim Optiker. Wir prüfen den Sitz der Fassung, den Zustand der Gläser und gegebenenfalls die UV-Schutzwirkung. In jeder unserer fünf Filialen ist eine Werkstatt vor Ort. Schraubentausch, Nasenpadwechsel oder Bügelanpassung erfolgen direkt am Tresen, in der Regel ohne lange Vorlaufzeit. Diesen Service bieten wir auch für Sonnenbrillen an, die nicht ursprünglich bei uns gekauft wurden.
Wann ist eine Sonnenbrille fällig für den Austausch? Bei tiefen Kratzern, ausgeschlagenen Gelenken, gebrochenen Bügeln oder einer ausgewaschenen Tönung. Auch wenn der Schliff der Sonnenkorrektur nach einer Sehtest-Veränderung nicht mehr stimmt, lohnt sich ein neues Glas oder eine ganz neue Fassung.
Schutz, Stil und ein bewusster Umgang
Der Tag der Sonnenbrille am 27. Juni ist mehr als ein Marketingdatum. Er erinnert daran, dass UV-Schutz für die Augen genauso wichtig ist wie Sonnenschutz für die Haut. Eine gute Sonnenbrille ist kein Luxusgegenstand, sondern eine Investition in die eigene Augengesundheit. CE-Kennzeichnung und UV400 sind die beiden Mindestanforderungen, auf die Sie beim Kauf achten sollten. Filterkategorie, Polarisation und Sehkorrektur sind individuelle Entscheidungen, die wir gerne mit Ihnen besprechen.
Besuchen Sie uns vor dem 27. Juni in einer unserer fünf Filialen oder stöbern Sie online. Unsere Meisteroptiker und unsere Optometristin nehmen sich Zeit, die richtige Sonnenbrille für Sie und Ihre Familie zu finden, vom ersten Babybrillen-Modell bis zur Sonnenkorrektur für Brillenträger. Und falls Sie bereits eine Sonnenbrille besitzen: Bringen Sie sie mit, wir prüfen den Zustand und den UV-Schutz kostenlos.
Häufige Fragen rund um Sonnenbrillen und UV-Schutz
UV400 bedeutet, dass die Gläser der Sonnenbrille sämtliche UV-Strahlung bis zu einer Wellenlänge von 400 Nanometern blockieren. Damit ist das vollständige Spektrum von UV-A- und UV-B-Strahlung abgedeckt, die beiden UV-Bereiche, die das menschliche Auge erreichen. Eine UV400-zertifizierte Sonnenbrille schützt das Auge vor Hornhautreizungen, Linsentrübung und Netzhautschäden, die mit UV-Belastung in Verbindung gebracht werden. UV400 ist heute der Standard, auf den Sie beim Sonnenbrillenkauf achten sollten. Eine reine Tönung der Gläser sagt nichts über den UV-Schutz aus.
Sonnenbrillen aus Discountern oder ähnlichen Quellen können den Augen tatsächlich schaden, wenn sie keinen ausreichenden UV-Schutz bieten. Eine dunkle Tönung ohne UV-Filter lässt die Pupille größer werden und erhöht damit die UV-Belastung der Netzhaut. Das Auge nimmt mehr schädliche Strahlung auf, als es ohne Brille der Fall wäre. Wir empfehlen, beim Kauf konsequent auf die CE-Kennzeichnung und die UV400-Angabe zu achten. Bei seriösen Optikern und Fachhändlern sind diese Angaben verlässlich. Bei preiswerten Modellen aus unklaren Quellen lohnt sich eine Prüfung auf einem Messgerät. Diesen Service bieten wir in jeder unserer fünf Filialen kostenlos an.
Kinder sollten bereits ab dem ersten Sommer im Freien Sonnenschutz für die Augen tragen. Die Augenlinse eines Kindes ist deutlich klarer als die eines Erwachsenen und lässt mehr UV-Strahlung zur Netzhaut durch. Augenmediziner schätzen, dass ein erheblicher Teil der lebenslangen UV-Belastung der Netzhaut bereits vor dem 18. Lebensjahr stattfindet. Für Babys eignen sich weiche Bänder mit kleinen UV400-zertifizierten Gläsern, ab dem Kleinkindalter ergonomische Kinderbrillen. Wichtig: Spielzeugbrillen ohne UV-Filter sind kein adäquater Schutz. In unseren Filialen führen wir Kinderbrillen verschiedener Größen, bruchsicher, mit verlässlichem UV-Schutz und in Fassungsformen, die zur kindlichen Anatomie passen.
Ja, Brillenträger haben drei bewährte Möglichkeiten, Sehkorrektur und Sonnenschutz zu kombinieren. Eine Sonnenkorrektur ist eine zweite Brille mit Ihrer individuellen Sehstärke, die ausschließlich in der Sonne getragen wird: volle Sehleistung bei vollem UV-Schutz. Photochrome Gläser dunkeln bei UV-Belastung automatisch nach und sind drinnen klar wie eine reguläre Korrektionsbrille. Spezielle Varianten reagieren auch auf sichtbares Licht und funktionieren beim Autofahren hinter der UV-filternden Frontscheibe. Ein Clip-On ist ein magnetischer Aufsatz mit getönten Gläsern, der über die reguläre Brille gesteckt wird: preislich attraktiv, aber optisch nicht für jeden überzeugend. Wir besprechen mit Ihnen vor Ort, welche der drei Lösungen zu Ihrem Alltag passt, und kombinieren bei Bedarf einen Sehtest mit der Anpassung der Sonnenbrille in einem einzigen Termin.
Vor dem 27. Juni in die Marle-Filiale
Sonnenbrille auswählen, UV-Schutz prüfen oder Sonnenkorrektur anpassen lassen: Unsere Meisteroptiker und unsere Optometristin beraten Sie persönlich in fünf Fachgeschäften in Zörbig, Leipzig (guggsdugud Augenoptik), Ditzingen, Gerlingen und Rosenheim (Buchecker Optik). Anpassung und Service erledigen wir in der eigenen Werkstatt vor Ort.